Alle Schwanzlurche haben einen Schwanz. Dieser ist - wie bei den wasserbewohnenden Arten (z.B Molche) - entweder seitlich abgeplattet, oder - wie bei den landbewohnenden Arten (z.B. Salamander)- drehrund.
Er kann auch länger als der Körper sein. |
Systematik |
Reich: Tierreich (Regnum animale) |
Stamm: Rückensaitentiere (Chordata) |
Klasse: Amphibien (Amphibia) |
Ordnung: Schwanzlurche (Urodela) |
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Bei den Arten, die im Wasser leben, und bei denen die beiden Beinpaare nur schwach entwickelt sind, ist der Schwanz das wichtigste Fortbewegungsorgan.
Die Beine sind immer verhältnismäßig kurz, meistens gleichlang, eher gedrungen als schlank, oft recht plump.Der Bau der Vorder- und Hinterbeine unterscheidet sich kaum, allerdings befinden sich an den vorderen Gliedmaßen vier Zehen, an den hinteren fünf. Bei einigen Arten sind es sogar weniger Zehen. Ihr Leib ist mehr oder weniger langgestreckt, walzenförmig, oft etwas plump. Der Kopf ist verhältnismäßig groß und flach, die Schnauze leicht gerundet und vom Hals deutlich abgesetzt. Die meisten Arten sind zwischen 5 und 15 cm lang. Die Haut ist schuppenlos, weich, nachgiebig und feucht, außerdem sehr drüsenreich, glatt, körnig oder warzig. Die Haut dient auch als Atmungsorgan, darum sind die Schwanzlurche an feuchte Lebensräume gebunden.
Die meisten Schwanzlurche leben als Erwachsene auf dem Land. Dort halten sie sich meistens im feuchten Unterholz des Waldes oder unter den Steinen und Erdhöhlen verborgen. Bei trockenem Wetter verkriechen sich die Schwanzlurche, da der Tod durch Vertrocknen droht. Einige Arten leben nur im Wasser und gehen nie an Land, und es gibt auch Arten, die in Höhlen leben und dort fast blind geworden sind (Grottenolm). Bei den regelmäßigen Häutungen, erfolgt das Abstoßen der Haut in Fetzen oder im Ganzen. Oft wird die abgelegte, alte Haut aufgefressen.
Die Schwanzlurche sind Fleischfresser. Sie ernähren sich von kleinen lebenden Wirbellosen, wie Insekten, Spinnentieren, Schnecken und Würmern.
Fast alle Arten kehren zur Paarungszeit zum Wasser zurück. Bevor es zur eigentlichen Paarung kommt, führen die Männchen vieler Arten eine ausgesprochene Hochzeitszeremonie aus. Im allgemeinen kommt es zur inneren Befruchtung. Das Männchen gibt ein Samenpaket ab, das das Weibchen dann mit seiner Kloake aufnimmt. Die schalenlosen Eier sind dotterreich, von einer Gelatinehülle umgeben und entwickeln sich in der Regel im Wasser.
Die schlüpfenden Larven, haben zunächst äußere Kiemen und Kiemenspalten, die beide während der metamorphose i.d.R. zum Landtier verschwinden.
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