Hasen-Stäubling
(Calvatia utriformis)
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Hasen-Stäubling (Calvatia utriformis)
Ordnung Andere Pilze
(Andere Pilze)
Familie Lycoperdaceae
(Stäublingsartige)
Größe Fruchtkörper
3 bis 10 cm hoch und breit,
manchmal deutlich größer
Verbreitung Europa,
Teile Asiens,
weitere Regionen der Welt
Weblink(s)
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Aussehen
Der Hasen-Stäubling besitzt einen meist kugeligen, ballon-, sack- oder kreiselförmigen Fruchtkörper, der an der Basis deutlich verjüngt ist. Einen echten Stiel besitzt er nicht, vielmehr geht der fertile obere Bereich in einen kräftigen, sterilen Unterteil über. Die zunächst weißliche Außenhaut wird mit zunehmendem Alter grau-, beige- oder bräunlich und ist mit groben Warzen, Stacheln oder scholligen Feldern bedeckt. Später zerfällt die äußere Hülle zunehmend und die darunterliegende Fruchthaut wird sichtbar. Im Inneren ist das Fruchtfleisch junger Exemplare fest und rein weiß. Bei der Reifung verfärbt es sich gelblichgrün bis olivbraun und wird schließlich zu einem feinen Sporenpulver. Im vollreifen Zustand reißt der obere Teil auf, sodass die Sporen durch Wind und Berührung verbreitet werden können.

Lebensraum
Der Hasen-Stäubling wächst hauptsächlich auf offenen, grasreichen Flächen. Besonders typisch sind extensiv genutzte Magerwiesen, Halbtrockenrasen und Weiden mit eher nährstoffarmen, sandigen oder lehmig-sandigen Böden. Auch auf Heiden, an grasigen Waldrändern, Wegrändern und in lichten Bereichen kann er vorkommen. Häufig wächst er in kleinen Gruppen. Intensive Düngung und die Umwandlung artenreicher Wiesen in intensiv bewirtschaftete Flächen können für die Art ungünstig sein, weil dadurch geeignete magere Standorte verloren gehen.

Lebensweise
Der Pilz ist ein bodenbewohnender Saprobiont und ernährt sich von abgestorbenem organischem Material im Boden. Sein auffälliger Fruchtkörper dient vor allem der Bildung und Verbreitung der Sporen. Die Fruchtkörper erscheinen hauptsächlich im Sommer und Herbst, wobei einzelne Exemplare auch früher im Jahr gefunden werden können. Nach der Reifung bleibt der untere, sterile Bereich des Fruchtkörpers häufig noch lange erhalten, während der obere Teil seine Sporen nach und nach freigibt. Alte Fruchtkörper können dadurch noch längere Zeit als auffällige, schalenartige Reste auf der Wiese stehen bleiben.

Verwendbarkeit
Junge Fruchtkörper des Hasen-Stäublings gelten als essbar, solange das Innere vollständig weiß und fest ist. Verwendet wird nur das junge, weiße Fruchtfleisch; Exemplare mit bereits gelblicher, grünlicher oder brauner Sporenmasse sollten nicht mehr gegessen werden. Geschmack und Qualität werden unterschiedlich beurteilt und reichen von mild bis eher wenig schmackhaft. In der Küche kann das junge Fruchtfleisch beispielsweise in Scheiben geschnitten und gebraten werden. Für eine sichere Bestimmung sollte ein Fund jedoch nicht allein anhand eines Fotos beurteilt werden, denn junge, noch geschlossene Pilze können mit anderen Arten verwechselt werden.

Sonstiges
Der Hasen-Stäubling gehört zu den auffällig größeren Stäublingen unserer Wiesen. Sein deutscher Name bezieht sich auf die charakteristische Gestalt des Fruchtkörpers. Daneben wird er gelegentlich auch als Hasenbovist oder Getäfelter Stäubling bezeichnet. Besonders interessant ist die Veränderung des Fruchtkörpers während der Reifung: Aus einem weißen, festen und geschlossenen Pilz wird ein graubrauner, schollig aufreißender Fruchtkörper, dessen Inneres schließlich aus Millionen winziger Sporen besteht. Die Art ist in Deutschland derzeit als ungefährdet eingestuft.

Weitere Bilder

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Hasen-Stäubling (Calvatia utriformis)

 

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Hasen-Stäubling (Calvatia utriformis)

 

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Foto(s):  Holger Gröschl (3)
Aktualisiert:  09.10.2026

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