Zimteule
(Scoliopteryx libatrix)

Größe

Vorderflügel
2 bis 2,2 cm

Scoliopteryx libatrix
Verbreitung

Europa, Asien
Nordafrika

Aussehen
Die Zimteule hat lappig ausgeschnittene im Grundton graubraun gefärbte Vorderflügel. Der gelborange Mittelstreifen wird von schmalen dunklen Querbändern begrenzt. Namensgebend für die deutsche Bezeichnung Zackeneule ist der unregelmäßig gezackte Saum der Vorderflügel. Die zimtbraune Grundfärbung mit dem rostfarbenen Einschlag lieferte den zweiten gebräuchlichen Namen Zimteule. Am Flügelansatz finden sich ein kleiner weißer Diskoidalfleck sowie ein weiterer weißer Punkt, im hinteren Flügeldrittel zeigt sich zudem eine hellgraue Binde.

Lebensweise
Sie überwintert oft gesellig in Kellern und hohlen Bäumen. Die sehr lange, schlanke und sattgrüne Raupe lebt auf Weiden und Pappeln. Sie ist sehr beweglich und wirft sich bei Störung seitwärts auf den Boden. Sie hat 5 Paar Bauchfüße. Dieser Falter lebt an feuchten Waldrändern, in Auen und Flussniederungen. Die Zimteule bildet zwei Generationen im Jahr aus, wobei die zweite, im Spätsommer schlüpfende Generation den Winter als Falter in kühl-feuchten Quartieren wie Höhlen, Kellern und hohlen Bäumen übersteht, häufig in größeren Gruppen. Dank ihres kräftigen Saugrüssels kann sie neben Blütennektar auch Fallobst anstechen und dessen Saft aufnehmen.

Sonstiges
Wegen ihrer engen Bindung an unterirdische Überwinterungsquartiere wurde die Zackeneule 2010 vom Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher zum Höhlentier des Jahres gewählt. Sie steht damit stellvertretend für zahlreiche Tierarten, die auf geschützte, frostfreie Rückzugsorte unter Tage angewiesen sind. Weitere volkstümliche Namen der Art sind unter anderem Krebssuppe, Sturmhaube, Näscherin, Dotterweidenspinner und Zuckereule.


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Raupe
Raupe
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