Eichen-Zahnspinner
(Peridea anceps)

Größe

Flügelspannweite
50 bis 65 mm

Peridea anceps
Verbreitung

weite Teile Europas,
Nordafrika,
Westasien

Aussehen
Der Falter wirkt gedrungen und mittelgroß. Die Vorderflügel sind graubraun bis braun gefärbt und zeigen eine unruhige, getarnte Zeichnung mit dunkleren und helleren Linien. Die Hinterflügel sind deutlich heller, meist fast weißlich. Der Körper ist dicht behaart und lässt den Falter insgesamt kräftig erscheinen. Die Raupe ist grün bis gelbgrün und trägt schräge helle Seitenstreifen sowie auffällige rötliche und gelblich gesäumte Zeichnungselemente. Bei Störung wirkt sie oft lebhaft und hebt den Vorderkörper in charakteristischer Weise an.

Lebensraum
Der Eichen-Zahnspinner lebt vor allem in warmen Eichenwäldern, in lichten Waldsäumen und an standortwarmen Gehölzen. Er besiedelt auch offene Landschaften, wenn dort alte Eichen stehen, und kann zudem in Parks oder strukturreichen Kulturlandschaften vorkommen.

Lebensweise
Die Art bildet in der Regel nur eine Generation pro Jahr. Die Falter fliegen meist vom Frühjahr bis in den Frühsommer und sind nachts unterwegs. Sie kommen häufig ans Licht. Die Raupen leben einzeln und entwickeln sich im Laufe des Sommers, bevor sie sich zur Verpuppung an oder in der Nähe des Erdbodens zurückziehen. Überwintert wird als Puppe.

Nahrung
Die Raupen fressen vor allem Eichenblätter, besonders von Stiel- und Traubeneiche. Nur selten werden auch andere Laubbäume genutzt. Die Falter selbst nehmen keine feste Nahrung mehr auf oder nur sehr wenig, da ihre Lebenszeit als erwachsenes Tier kurz ist.

Sonstiges
Der Eichen-Zahnspinner fällt durch seine gute Tarnung auf, denn die Flügelzeichnung passt gut zu Rinde und Flechten auf alten Eichenstämmen. Die Raupe besitzt keine auffälligen Körperfortsätze wie manche andere Zahnspinnerarten und kann durch ihre Haltung bei Gefahr ungewöhnlich wirken. In Deutschland gilt die Art derzeit nicht als stark gefährdet, auch wenn ihre Bestände regional schwanken können.


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