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Aussehen Der Pfaffenhütchen-Harlekin ist ein zierlicher Spanner mit heller Grundfarbe und deutlich abgesetzten, dunkelbraunen bis graubraunen Zeichnungen auf den Flügeln. Besonders auffällig ist der »verbrannt« wirkende Kontrast im Flügelmuster, vor allem auf der Unterseite. Die Raupe ist grünlich gefärbt, gedrungen gebaut und trägt rötliche Flecken und Markierungen entlang des Rückens und an den Seiten. Gelegentlich kommen auch bräunlich-graue Farbformen vor.
Lebensraum Die Art lebt vor allem dort, wo ihr Futterstrauch vorkommt. Man findet sie in Gebüschen, an Waldrändern, in Hecken, in lichten Laubwäldern sowie häufig auch in Parks und Gärten. Besonders günstig sind strukturreiche Standorte mit Pfaffenhütchen oder anderen passenden Wirtspflanzen.
Lebensweise Der Pfaffenhütchen-Harlekin bildet in der Regel zwei Generationen pro Jahr. Die Falter fliegen vor allem in den Abendstunden und sind von Frühling bis Spätsommer zu beobachten. Die Puppen überwintern. Die Raupen entwickeln sich von Mai bis in den Herbst hinein und leben versteckt an ihrer Nahrungspflanze.
Nahrung Die Raupen fressen vor allem am Gewöhnlichen Pfaffenhütchen, außerdem werden weitere Arten der Gattung Euonymus genutzt. Als zusätzliche Nahrungspflanzen sind auch Berberitzen bekannt. Die Falter selbst nehmen vermutlich keine nennenswerte Nahrung mehr auf.
Sonstiges Der deutsche Name Pfaffenhütchen-Harlekin passt gut zur engen Bindung an das Pfaffenhütchen als Raupenfutterpflanze. In älteren oder parallelen Quellen wird die Art auch als Spindelbaum-Harlekin bezeichnet. Der wissenschaftliche Artname spielt ebenfalls auf die »verbrannt« wirkende Flügelzeichnung an.
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