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Aussehen Die Vorderflügel der Markeule sind meist rotbraun bis graubraun gefärbt und wirken durch ihre feine Zeichnung etwas samtig. Je nach Tier kann die Färbung deutlich heller oder dunkler ausfallen. Die Hinterflügel sind heller und zum Rand hin dunkler. Die Raupe besitzt eine rötlich- bis fleischbraune Grundfarbe mit einem helleren Seitenbereich und dunklen Punkten. Kopf und Körperzeichnungen sind ebenfalls deutlich dunkler gefärbt.
Lebensraum Sie bewohnt vor allem feuchte bis mäßig trockene, kraut- und grasreiche Lebensräume. Dazu gehören Bach- und Flussufer, feuchte Wiesen, Hochstaudenfluren, Böschungen, Waldränder und lichte Stellen. Entscheidend sind Bereiche mit wenig gemähter Vegetation, in denen geeignete Futterpflanzen wachsen.
Lebensweise Die Falter sind nachtaktiv und fliegen hauptsächlich von Ende Juni bis Anfang Oktober, mit einem Schwerpunkt im August. Sie werden häufig von künstlichen Lichtquellen angelockt. Die Art überwintert als Ei. Die Raupen schlüpfen im Frühjahr und leben zunächst versteckt im Inneren von Pflanzenstängeln. Dort fressen sie sich in Richtung Wurzelbereich vor und ziehen sich später teilweise in den Wurzelstock zurück. Zur Verpuppung verlassen sie die Pflanze und entwickeln sich in einer geschützten Kammer im Boden weiter.
Nahrung Die Raupen sind nicht auf eine einzige Pflanzenart spezialisiert. Sie fressen unter anderem an verschiedenen Ampferarten, Disteln, Pestwurzen, Huflattich und weiteren krautigen Pflanzen. Auch Gräser können eine wichtige Nahrungsquelle sein. Besonders auffällig ist ihre Lebensweise als Stängelbewohner: Die Raupe höhlt den Stängel von innen aus und kann später bis zum Wurzelbereich weiterwandern.
Sonstiges Die Markeule wird gelegentlich auch als Schachtelhalmeule, Uferstauden-Markeule oder Hopfenmarkeule bezeichnet. Interessant ist außerdem, dass die Art früher zusammen mit zwei sehr ähnlichen Arten unter einem Namen geführt wurde. Erst im 20. Jahrhundert wurde erkannt, dass sich hinter der damaligen Markeule mehrere eigenständige Arten verbergen. Die Markeule selbst ist in Deutschland heute mäßig häufig und in ihrem Bestand stabil.
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