Pustelspanner
(Comibaena bajularia)

Größe

Flügelspannweite
30 bis 35 mm

Comibaena bajularia
Verbreitung

weite Teile Europas,
bis Naher Osten

Aussehen
Der Pustelspanner oder Eichenwald-Grünspanner besitzt leuchtend grüne Flügel mit zwei feinen, weißen Querlinien. An den Flügelwinkeln befinden sich auffällige gelblich-weiße Flecken, und die Flügelränder sind weißlich bis bräunlich gescheckt. Mit zunehmendem Alter kann die grüne Färbung verblassen und einen gelblichen Ton annehmen. Die Raupe ist grün gefärbt, schlank gebaut und trägt kleine rötliche bis bräunliche Höcker auf dem Rücken, wodurch sie jungen Eichentrieben oder Blattstielen ähnelt und hervorragend getarnt ist.

Lebensraum
Der Pustelspanner lebt bevorzugt in lichten Eichenwäldern, an sonnigen Waldrändern sowie in parkartigen Landschaften mit altem Eichenbestand. Auch in Mischwäldern mit einem hohen Anteil an Eichen kann die Art regelmäßig angetroffen werden.

Lebensweise
Die Falter fliegen überwiegend von Mai bis Juli und sind hauptsächlich in der Dämmerung sowie nachts aktiv. Sie ruhen tagsüber gut getarnt an Blättern und Zweigen. Meist entwickelt sich eine Generation pro Jahr. Die Überwinterung erfolgt als Puppe in einem lockeren Gespinst zwischen Laub oder in der Bodenstreu.

Nahrung
Die Raupen ernähren sich überwiegend von den Blättern verschiedener Eichenarten, insbesondere von Stiel- und Traubeneiche. Gelegentlich werden auch die Blätter der Rotbuche als Nahrung genutzt. Die erwachsenen Falter nehmen nur wenig Nahrung auf und besuchen gelegentlich Blüten oder andere zuckerhaltige Nahrungsquellen.

Sonstiges
Der Eichenwald-Grünspanner zählt zu den besonders attraktiv gefärbten heimischen Nachtfaltern. Seine intensive Grünfärbung dient der Tarnung zwischen frischen Blättern und macht ihn im natürlichen Lebensraum nur schwer erkennbar. Die Art gilt als guter Indikator für naturnahe, ältere Eichenbestände mit einer vielfältigen Waldstruktur.


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