Magerwiesen-Bodeneule
(Agrotis clavis)

Größe

Flügelspannweite
60 bis 73 mm

Agrotis clavis
Verbreitung

weite Teile
Mittel-, Süd- und Osteuropas,
angrenzende Regionen Westasiens

Aussehen
Die Vorderflügel sind meist graubraun bis bräunlich gefärbt und zeigen mehrere dunkle, deutlich abgegrenzte Zeichnungselemente. Besonders auffällig sind die dunkle, längliche Zapfenmakel und die dunklen Nieren- und Ringmakeln. Die Hinterflügel sind graubraun und zum Rand hin dunkler. Die Raupe ist überwiegend dunkelbraun gefärbt und trägt zahlreiche schwarze Punkte. Ihre unauffällige Färbung hilft ihr, zwischen Boden, trockenen Pflanzenteilen und niedriger Vegetation verborgen zu bleiben.

Lebensraum
Die Magerwiesen-Bodeneule bevorzugt offene, warme und lückig bewachsene Lebensräume. Besonders geeignet sind trockene, nährstoffarme und teilweise steinige Magerrasen. Daneben kann sie trockene Ruderalflächen, Böschungen und ähnliche offene Bereiche besiedeln.

Lebensweise
Die Magerwiesen-Bodeneule ist nachtaktiv und die Falter fliegen hauptsächlich von Juni bis August. Sie können nachts an künstlichen Lichtquellen beobachtet werden und lassen sich auch von zuckerhaltigen Ködern anlocken. Die Raupen leben überwiegend in Bodennähe, fressen zunächst an oberirdischen Pflanzenteilen und später auch an Wurzeln. Zur Überwinterung ziehen sie sich in den Boden zurück und verpuppen sich im folgenden Jahr in einer unterirdischen Kammer.

Nahrung
Die Raupen sind nicht auf eine einzige Futterpflanze spezialisiert, sondern nutzen verschiedene Kräuter und Gräser. Zu ihren Nahrungspflanzen gehören unter anderem Vogelknöterich, Klee, Ampfer, Gänsefuß und Wilde Möhre. Dabei werden sowohl Blätter als auch unterirdische Pflanzenteile gefressen.

Sonstiges
Der Name Magerwiesen-Bodeneule weist auf ihren bevorzugten Lebensraum hin, denn nährstoffarme Wiesen und Trockenrasen gehören zu ihren wichtigsten Lebensstätten. Solche Flächen sind durch Nutzungsänderung, Düngung und Verbuschung vielerorts zurückgegangen. Dadurch kann auch der Lebensraum der Art kleiner werden. Die Magerwiesen-Bodeneule gehört zu den Arten, die sich tagsüber gut verborgen halten und deshalb trotz ihrer Verbreitung nur selten zufällig entdeckt werden.


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