Weltbevölkerung

Menschen
Die Folgen des ungebremsten Wachstums
Too many people Making too many problems
Ungelöst wird dieses Problem
all unsere anderen Probleme unlösbar machen!


Aldous Leonard Huxley  (* 1894   † 1963)

Zeige mir einen Wissenschaftler, der behauptet, es gebe kein Bevölkerungsproblem,
und ich zeige dir einen Idioten.


Paul R. Ehrlich  (* 1932)

Dass die Erde von Menschen überbevölkert ist, stellt nun keine neue Erkenntnis dar. Es muss hier aber klar festgehalten werden, dass sich die ursächlich auf die Bevölkerungsexplosion zurückzuführenden Umweltzerstörungen global zu einer existentiellen Gefahr auswachsen, die in sehr kurzer Zeit das Überleben der gesamten Menschheit bedroht, denn es werden letztendlich keine Wohlstandsinseln übrigbleiben, wie es in naiver Vorstellung der eine oder andere Zeitgenosse hoffen mag.

Wir müssen uns der Tatsache bewusst sein, dass die in den Medien zu recht präsentierten Katastrophenszenarien wie Klimawandel, Artentod, Verteilungskonflikte, Nahrungsmittelkrisen etc. ausnahmslos Sekundärprobleme sind.

Daraus folgt, dass jegliches Handeln an diesen »Symptomen« schon im Ansatz verfehlt ist, wenn auch nicht bedeutungslos oder gar moralisch falsch! Dass das Bevölkerungsproblem aber gar nur ein Nahrungsmittel-Verteilungsproblem sei, wie mehrfach propagiert, kann nur noch einem Traumtänzer einfallen.

Mit weniger Menschen tritt zwangsläufig auch ein geringerer und erst dann auch nachhaltiger Energie- und Ressourcenverbrauch ein. Auch wird dem zurzeit um den Faktor 1000 ! erhöhten Artensterben Einhalt geboten, da wieder mehr Lebensraum zur Verfügung steht. Letztendlich lösen sich die bedrohlichsten Probleme nahezu einfach auf.

Dies sind beileibe keine Geheimnisse und ist einfach einzusehen, wie schlimm es aber wirklich ist, wenn wir so weitermachen wie bisher, darüber machen sich viele Menschen keine Gedanken oder lassen vielfältige (in den Medien zu Hauf wiedergekäute) Verdrängungsmechanismen bereitwillig auf sich wirken.

Meiner Meinung nach ist unsere einzige Chance eine massive Verringerung der Überbevölkerung auch in den wohlhabenden Ländern, da hier der größte Ressourcenverbrauch stattfindet. Eine notwendige Einschränkung des Lebensstandards ist sicherlich nicht unproblematisch, da in unserer Gesellschaftsform Verzicht eine unterentwickelte Tugend darstellt, muss aber selbstverständlich in Kauf genommen werden.

Die zurzeit bestehenden Maßnahmen zur Bevölkerungsreduzierung sind leider viel zu uneffektiv! Die Regierungen müssen global ihre gesamten Kräfte und Anstrengungen auf Maßnahmen konzentrieren, die eine schnelle, massive und humane Verringerung der Menschenzahl durchsetzt. Die Aufgabe besteht nicht zuletzt darin, die tief sitzenden Tabus und Vorurteile, die eine weltweite effektive Bevölkerungskontrolle behindern, zu überwinden. Da die erforderlichen gesellschaftlichen Veränderungen grundsätzlich und auch in einer kapitalistischen Gesellschaftsform riesige Probleme aufwerfen, wird nicht bestritten, aber wer sagt denn, dass eine plebiszitäre Demokratie der Weisheit letzter Schluss ist, wenn doch feststeht, dass sie sich als ruinös herausstellen wird.

Von dieser überlebensnotwendigen Einsicht, das die Überbevölkerung letztlich das einzige Problem ist und nur hier eine Lösung möglich ist, sind unsere Mitmenschen aber nach weit entfernt.

Ich hoffe, den einen oder anderen mit der Lektüre von Hoimar v. Ditfurth, etwas sensibler zu machen, denn wer von klarem Verstand ist und sich keine Illusionen macht, kann dem weiteren Text und die in ihm nachvollziehbaren Aussagen nur erschütternd zustimmen.


Hoimar v. Ditfurth hat 1985 in seiner unnachahmlichen Art die Thematik u. a. in seinem
Aufsatz »Die Wurzel allen Übels« eindringlich beschrieben.
Auch wenn der Text etwas länger ist, er ist von unerreichter Klarheit, Prägnanz, Nüchternheit und Weitsicht. Ich kann jedem nur eindringlich raten (besser mehrmals) lesen... lesen... lesen...

Holger Gröschl
Webmaster Naturspektrum
Sommer 2008

Optimum Population Trust An dieser Stelle ein Link:

Optimum Population Trust
Der britische eingetragener Verein OPT klärt die Öffentlichkeit in Fragen der menschlichen Bevölkerung weltweit und seine Auswirkungen auf die ökologische Nachhaltigkeit auf. Die OPT Forschung untersucht die Bevölkerungsentwicklung in Bezug auf Klimawandel, Energie, Ressourcen, biologische Vielfalt, Entwicklung, Alterung, Beschäftigung und anderen ökologischen und wirtschaftlichen Fragen.

OPT setzt sich für die Stabilisierung und den schrittweisen Bevölkerungsrückgang global und in Großbritannien ein.

Zitat von 1989
"Heute ist die Zahl der Menschen bis zu einer Größenordnung angewachsen, welche die natürliche Tragfähigkeit des von ihnen bewohnten Planeten mit Sicherheit bereits übersteigt.
Der von dieser Menschenfülle ausgehenden Belastung wäre die irdische Biosphäre mit absoluter Sicherheit schon heute nicht mehr gewachsen, wenn wir, was unsere moralische Pflicht wäre,
uns eines Tages dazu aufraffen sollten, auch der bisher nur unter erbärmlichen Umständen vegetierenden Menschheitshälfte zu einem menschenwürdigen Dasein zu verhelfen."
Hoimar v. Ditfurth



»Die Wurzel allen Übels«
(H.v.Ditfurth, So laßt uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen, Rasch und Röhring Verlag, Hamburg 1985)

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