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Aussehen Der Große Scheidling besitzt einen glatten, oft grauweißen bis graubraunen Hut, der sich mit zunehmendem Alter aus einer eiförmigen Form öffnet. Die Lamellen stehen frei, sind zunächst weißlich und färben sich später zart rosa. Der Stiel ist weißlich, ringlos und entspringt einer deutlich ausgeprägten, sackartigen Scheide an der Basis.
Lebensraum Die Art wächst bevorzugt auf nährstoffreichen, oft stark gedüngten Böden, beispielsweise in Gärten, Parks, auf Kompostflächen oder an Wegrändern. Sie ist häufig an vom Menschen beeinflusste Standorte gebunden und meidet in der Regel geschlossene Wälder.
Lebensweise Der Große Scheidling lebt saprobiontisch und ernährt sich von abgestorbenem organischem Material im Boden. Er trägt damit zur Zersetzung pflanzlicher Reste bei und spielt eine wichtige Rolle im Nährstoffkreislauf.
Verwendbarkeit Die Art gilt als essbar, wird jedoch wegen der großen Verwechslungsgefahr mit tödlich giftigen Wulstlingen nicht zum Verzehr empfohlen. In der Pilzkunde dient sie vor allem als Lehrbeispiel für die sichere Unterscheidung scheidentragender Pilze.
Sonstiges Charakteristisch und namensgebend ist die auffällige Scheide an der Stielbasis, die aus der Gesamthülle des jungen Pilzes entsteht. Der Große Scheidling zählt zu den größten Arten seiner Gattung und wird wegen seines Erscheinungsbildes oft mit giftigen Arten verwechselt.
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