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Aussehen Die Vorderflügel der Hellgrünen Flechteneule sind meist hellgrünlich bis graugrün gefärbt und besitzen eine auffällige dunkle Zeichnung. Besonders charakteristisch sind die großen, dunkel eingefassten Ring- und Nierenmakel. Die Färbung erinnert an flechtenbewachsene Steine und Mauern und sorgt für eine gute Tarnung. Die Raupe ist ebenfalls unauffällig gefärbt und passt sich dadurch ihrer Umgebung gut an.
Lebensraum Die Art bevorzugt warme und trockene Lebensräume mit alten, flechtenbewachsenen Steinen und Mauern. Typisch sind Weinberge mit Trockenmauern, Felsbereiche, Steinbrüche und sonnige Böschungen. Wichtig sind gut besonnte Stellen mit einem reichen Bewuchs aus Krustenflechten.
Lebensweise Die Hellgrüne Flechteneule ist nachtaktiv und fliegt hauptsächlich im Juli und August. Tagsüber sitzt der Falter meist gut getarnt auf flechtenbewachsenen Felsen oder Mauern. Nachts wird er aktiv und kann gelegentlich an Lichtquellen beobachtet werden. Die Raupen sind ebenfalls überwiegend nachts unterwegs und fressen besonders bei feuchter Witterung. Tagsüber ziehen sie sich in schmale Mauerritzen oder kleine, geschützte Vertiefungen zurück. Die Art überwintert und verpuppt sich im folgenden Jahr in geschützter Umgebung.
Nahrung Die Raupen ernähren sich hauptsächlich von Flechten und teilweise auch von Algen, die auf Steinen und Mauern wachsen. Dabei nutzen sie die Flechtenbestände ihres Lebensraumes direkt als Nahrungsquelle. Die erwachsenen Falter nehmen dagegen nur wenig Nahrung auf.
Sonstiges Ihre grünliche Färbung macht die Hellgrüne Flechteneule auf flechtenbewachsenen Untergründen nahezu unsichtbar. Besonders interessant ist ihre enge Bindung an alte, besonnte Mauern und Felsen mit Flechtenbewuchs. Werden solche Strukturen beseitigt, beschattet oder stark verändert, verliert die Art wichtige Lebensstätten. In Deutschland gilt sie als selten und gefährdet. In einigen Regionen ist sie sogar verschwunden, konnte aber lokal wiederentdeckt werden.
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