Traubenkirschen-Gespinstmotte
(Yponomeuta evonymella)
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d8875 |
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Nachtfalter |
(Heterocera) |
| Ordnung |
Lepidoptera (Schmetterlinge) |
| Familie |
Yponomeutidae (Gespinst- und Knospenmotten) |
| Größe |
Flügelspannweite 16 bis 25 mm |
| Verbreitung |
weite Teilen Europas, gemäßigte Regionen Asiens |
| Weblink(s) |
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Aussehen Die Falter besitzen schmale, weiße Vorderflügel mit zahlreichen kleinen schwarzen Punkten, die in mehreren Reihen angeordnet sind. Die Hinterflügel sind grauweiß und von feinen Fransen gesäumt. Die Raupen sind hell gelblich bis graugelb gefärbt und tragen auf jedem Körpersegment schwarze Punkte sowie einen glänzend schwarzen Kopf. Sie leben gesellig in großen, dichten Gespinsten und bewegen sich innerhalb dieser Schutznetze gemeinsam auf Nahrungssuche.
Lebensraum Die Traubenkirschen-Gespinstmotte besiedelt Waldränder, Auen, Hecken, Feldgehölze, Parks, Gärten und andere Bereiche mit Traubenkirschen. Besonders häufig ist sie an feuchten bis mäßig trockenen Standorten zu finden, an denen ihre bevorzugten Wirtspflanzen wachsen.
Lebensweise Die Falter fliegen überwiegend von Juni bis August und sind vor allem in der Dämmerung und während der Nacht aktiv. Die Raupen schlüpfen bereits im Spätsommer, überwintern geschützt unter einem Eischild und beginnen im Frühjahr mit dem Fraß. Dabei bilden sie auffällige Gemeinschaftsgespinste, in denen viele Raupen zusammenleben, bis sie sich schließlich darin oder in der näheren Umgebung verpuppen.
Nahrung Die Raupen ernähren sich fast ausschließlich von den Blättern der Traubenkirsche und können einen Baum zeitweise vollständig entlauben. Die ausgewachsenen Falter nehmen überwiegend Nektar und andere zuckerhaltige Pflanzensäfte auf.
Sonstiges Die auffälligen Gespinste erwecken häufig den Eindruck, als seien die befallenen Bäume abgestorben. Gesunde Traubenkirschen treiben jedoch nach einem starken Raupenfraß in der Regel erneut aus und erholen sich innerhalb derselben Vegetationsperiode. Massenvermehrungen treten in unregelmäßigen Abständen auf und sind ein natürlicher Bestandteil des Ökosystems.
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