Triangel-Bodeneule
(Xestia triangulum)
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d8811 |
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Nachtfalter |
(Heterocera) |
| Ordnung |
Lepidoptera (Schmetterlinge) |
| Familie |
Noctuidae (Eulenfalter) |
| Größe |
Flügelspannweite 36 bis 48 mm Vorderflügellänge 17 bis 19 mm Raupe ca. 42 mm |
| Verbreitung |
weite Teile Europas, weit nach Osten bis Sibirien |
| Weblink(s) |
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Aussehen Die Vorderflügel sind meist hell graubraun, ockerbraun bis gelbbraun gefärbt und wirken bei manchen Exemplaren leicht rötlich. Charakteristisch sind zwei markante dunkle Flecken im Bereich der Flügelmitte, die häufig fast quadratisch erscheinen und der Art ihren auffälligen Wiedererkennungswert verleihen. Zwischen diesen dunklen Zeichnungen liegt ein helleres, dreieckig wirkendes Feld. Die Hinterflügel sind ähnlich gefärbt wie die Vorderflügel oder etwas heller und besitzen eine nur schwach ausgeprägte Zeichnung. Die Flügel werden in Ruhestellung dachartig beziehungsweise flach über dem Körper gehalten, wodurch die Tarnzeichnung besonders wirksam ist. Die Raupe besitzt überwiegend eine gelblichbraune bis rötlichbraune Grundfärbung und zeigt eine dunklere Zeichnung auf der Oberseite. Besonders charakteristisch sind schwärzliche, keilförmige Flecken auf den hinteren Körpersegmenten. Der Kopf ist hellbraun und trägt dunkle Streifen. Junge Raupen leben zunächst verborgen und überwintern noch relativ klein. Im Frühjahr werden sie wieder aktiv und können dann auch an jungen Blättern und Trieben von Gehölzen gefunden werden.
Lebensraum Die Triangel-Bodeneule ist vor allem mit Waldlandschaften verbunden, besiedelt aber ebenso Waldränder, Lichtungen, Gebüschzonen, krautreiche Säume, Wiesen, Hänge sowie Gärten und Parks. Besonders günstig sind Bereiche, in denen Gehölze und eine üppige Kraut- und Staudenvegetation miteinander verbunden sind. Die Art kann sowohl in feuchten als auch in eher trockenen Lebensräumen vorkommen, sofern geeignete Nahrungspflanzen vorhanden sind.
Lebensweise Die Triangel-Bodeneule ist überwiegend nachtaktiv. Die Falter erscheinen häufig an künstlichen Lichtquellen und können dort besonders gut beobachtet werden. Außerdem besuchen sie nachts Blüten und nehmen dabei Nektar auf. In Deutschland wird meist eine Generation pro Jahr angegeben, deren Flugzeit überwiegend in den Monaten Juni bis August liegt. Die Raupen schlüpfen in der warmen Jahreszeit, fressen zunächst und überwintern anschließend als noch nicht ausgewachsene Raupen. Im Frühjahr setzen sie ihre Entwicklung fort und verpuppen sich schließlich im Boden in einem Kokon.
Nahrung Die Raupen sind polyphag und können deshalb eine große Zahl unterschiedlicher Pflanzen nutzen. Zu den bekannten Nahrungspflanzen zählen unter anderem Brennnessel, Sternmiere, Wald-Ziest, Ampfer, Glockenblumen, Schlüsselblumen, Brombeere, Schlehe, Weißdorn, Birke, Weide und Hasel. Im Frühjahr können die Raupen auch an den frischen Blättern und Knospen von Sträuchern und Bäumen fressen. Diese vielseitige Ernährung trägt dazu bei, dass die Art unterschiedliche Lebensräume besiedeln kann.
Sonstiges Die Triangel-Bodeneule lässt sich mit etwas Erfahrung gut an ihrer auffälligen Kombination aus hellbrauner Grundfarbe und den dunklen, nahezu rechteckigen Flügelflecken erkennen. Eine Verwechslung ist insbesondere mit der Trapez-Bodeneule (Xestia ditrapezium) möglich, die in Färbung und Zeichnung ähnlich wirkt. Die Triangel-Bodeneule besitzt im Vergleich jedoch meist breitere und hellere Vorderflügel, während sich auch die Färbung und Zeichnung der Hinterflügel unterscheiden. Interessant ist außerdem ihr Überwinterungsstadium: Die kalte Jahreszeit verbringt die Art als Raupe und nicht als Ei oder Puppe.
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