Starkgerippter Geradschienen-Aaskäfer
(Silpha carinata)
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d9866 |
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Ordnung |
Coleoptera (Käfer) |
| Familie |
Silphidae (Aaskäfer) |
| Größe |
Käfer: 11 bis 20 mm |
| Verbreitung |
Europa, Asien ,östlich bis Mongolei |
| Weblink(s) |
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Aussehen Der Körper ist flach gewölbt und oval, glänzend dunkelbraun bis schwarz gefärbt. Der Halsschild (Pronotums) ist flach, vorn etwas ausgekerbt und hinten breit abgerundet, die Oberfläche dicht punktiert. Auf den Flügeldecken befinden sich – zusätzlich zur Mittelnase (Naht) – drei gut ausgeprägte Längsrippen auf jeder Seite, die jedoch nicht bis zum Flügeldeckenrand reichen. Die elfgliedrigen Fühler besitzen am Ende eine keulenförmig vergrößerte Gruppe von Gliedern. (Bei Männchen sind die Vorderfußtarsen leicht verbreitert.)
Lebensraum Der Starkgerippter Geradschienen-Aaskäfer bevorzugt wechselfeuchte und offene Waldlebensräume. Man findet diesen Aaskäfer vor allem in Laub- und Mischwäldern sowie an Waldlichtungen und Waldrändern. Er besiedelt auch Ufergehölze und extensiv genutzte Feuchtwiesen in Gewässernähe. Wichtig sind Fundorte, an denen tierisches Aas vorhanden ist.
Lebensweise Die Käfer sind vor allem im Frühjahr und Sommer aktiv und fliegen an warmen Tagen zu Aasquellen. Die Paarung und Eiablage erfolgen direkt an Kadavern. Die Larven entwickeln sich frei lebend am Kadaver (sie sind wie Stummelfüßer gebaut) und fressen das Aas, ohne dass sich die Eltern um sie kümmern. Nach einigen Larvenstadien verpuppen sich die Tiere im Erdboden neben der Nahrungsquelle. Die erwachsenen Käfer überwintern meist in einer Erdhöhle oder in oberirdischen Verstecken und erscheinen im Frühling wieder.
Nahrung Silpha carinata ist ein typischer Aasfresser. Sowohl die erwachsenen Käfer als auch die Larven ernähren sich überwiegend von verwesendem tierischem Gewebe (Tierkadavern). Sie konsumieren Fleischreste toter Wirbeltiere und finden die Nahrungsquelle über gut riechende Fäulnisgase.
Sonstiges Wie viele Aaskäfer kann auch dieser Käfer ein übelriechendes Abwehrsekret absondern, um Fressfeinde abzuschrecken. Der deutsche Name »Starkgerippter Geradschienen-Aaskäfer« verweist auf die auffälligen Längsrippen (Strahlen) auf den Flügeldecken – carinata bedeutet »gekernt« oder »mit Kiel«. Aufgrund des Rückgangs geeigneter Lebensräume (z.?B. naturnahe Wälder) wird Silpha carinata in Deutschland als gefährdet eingestuft (Rote Liste 3).
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