Spaltenkreuzspinne
(Nuctenea umbratica)
Spinne des Jahres 2017
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d8796 |
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Ordnung |
Araneae (Webespinnen) |
| Familie |
Araneidae (Radnetzspinnen) |
| Größe |
Weibchen 13 bis 16 mm Männchen 7 bis 10 mm |
| Verbreitung |
weite Teile Europas,westliches Asien, Nordafrika |
| Weblink(s) |
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Aussehen Die Spaltenkreuzspinne hat einen auffällig abgeflachten Körper. Der Hinterleib (Opisthosoma) ist flach und breit, rotbraun bis dunkelbraun gefärbt und trägt ein dunkles, blattförmiges Muster mit gelblich bis grünlichgelben Rändern. Der Vorderkörper (Prosoma) ist dicht behaart und meist dunkel- bis rötlichbraun. Die Beine sind dunkelbraun mit deutlichen hellen Ringeln. Männchen sind deutlich kleiner und zeigen an der Unterseite des Hinterleibs oft zwei weiße Halbmond-Flecken.
Lebensraum Diese Spinne besiedelt verschiedene Habitate mit Versteckmöglichkeiten. Man findet sie häufig in lichten Laub- und Mischwäldern an toten Bäumen oder abgestorbenen Holzstämmen, wo sie sich unter loser Rinde versteckt. In zersiedelten Regionen kommt sie auch in der Nähe von Häusern vor, zum Beispiel in Mauerritzen, an Zäunen oder Hausfassaden, wo sich schmale Spalten als Ruheplätze eignen.
Lebensweise Die Art ist überwiegend nachtaktiv. Nach Einbruch der Dunkelheit baut sie oder repariert ein großes, nahezu kreisrundes Radnetz (etwa 45 bis 70 cm Durchmesser) mit einem deutlich zur Schlupfwinkel verschobenen Mittelpunkt. Tagsüber hält sich die Spinne in einer engen Ritze oder unter Baumrinde versteckt auf. In der Dämmerung sitzt sie dann im Zentrum des Netzes und wartet auf Beute. Geschlechtsreife Tiere sind vor allem von Juli bis Oktober anzutreffen. Überwinternd verstecken sich oft die Weibchen unter Baumrinde.
Nahrung Die Spaltenkreuzspinne ernährt sich von Insekten und anderen kleinen Arthropoden, die in ihr Radnetz geraten. Vor allem fliegende Insekten wie Mücken, Fliegen und Nachtfalter dienen ihr als Beute. Es werden aber auch kleinere Käfer oder Spinnen gefressen, die versehentlich im Netz festhängen.
Sonstiges Die Spaltenkreuzspinne wurde 2017 zur »Europäischen Spinne des Jahres« gewählt. Ihr extrem abgeflachter Körperbau ist ein spezielles Merkmal, das es ihr erlaubt, sich auch in winzigste Ritzen zu pressen und dort zu überwintern. Für Menschen ist die Art völlig ungefährlich – ein Biss ist äußerst selten und kaum spürbar. In Mitteleuropa ist sie relativ häufig und in geeigneten Lebensräumen nicht gefährdet.
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