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Aussehen Stelzmücken sind zierliche, schlanke Mücken mit blassgelbem bis hellbraunem Körper. Die Flügel sind transparent mit rauchigen oder dunklen Flecken, in Ruhe werden sie dachziegelartig über dem Körper gelegt. Der Kopf ist nicht schnauzenförmig verlängert. Sie haben sehr lange, dünne Beine.
Lebensraum Erwachsene Tiere werden häufig in feuchten Wäldern, an Moorrändern, in Sümpfen und entlang von Bächen und Teichen angetroffen. Sie bevorzugen schattige, feuchte Mikrohabitate. Die Larven leben oft im Schlamm, unter loser Rinde oder in feuchtem Boden und sind dort an das Leben in nassen Substraten angepasst.
Lebensweise Erwachsene Stelzmücken fliegen langsam und sitzen häufig an Baumstämmen, Moosen oder Vegetation. Viele Arten sind dämmerungs- bis nachtaktiv und bei kühler, feuchter Witterung besonders sichtbar. Die Fortpflanzung erfolgt über abgelegte Eier in feuchtem Substrat. Aus den Eiern schlüpfen larvenförmige Maden, die mehrere Entwicklungsstadien durchlaufen.
Nahrung Die Larven ernähren sich je nach Art von organischem Material (saprophag) oder gehen räuberisch an Kleinstorganismen. Sie tragen so zur Zersetzung und zum Nährstoffumsatz in Feuchtgebieten bei. Erwachsene nehmen nur wenig Nahrung auf und werden selten beim Fressen beobachtet. Ihre Hauptaufgabe ist die Fortpflanzung.
Sonstiges Die Gattung umfasst zahlreiche, oft äußerlich ähnliche Arten; eine sichere Artbestimmung erfolgt häufig nur an den genitalmorphologischen Merkmalen. Einige Arten treten in Massenaufkommen auf, andere bleiben lokal und selten. Die Gruppe ist ökologisch vielfältig und in feuchten Lebensräumen bedeutend.
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