Dunkelgrüne Flechteneule
(Cryphia algae)
|
|
|
|
d9554 |
|
|
Nachtfalter |
(Heterocera) |
| Ordnung |
Lepidoptera (Schmetterlinge) |
| Familie |
Noctuidae (Eulenfalter) |
| Größe |
Flügelspannweite 21 bis 26 mm |
| Verbreitung |
Südeuropa, Mitteleuropa, nachgewiesen an den Küsten von Nord- und Ostsee, Vorkommen in Kleinasien, Kaukasus und dem Nahen Osten existieren ebenfalls |
| Weblink(s) |
|
|
Aussehen Die Vorderflügel der Dunkelgrüne Flechteneule sind grau bis schwarzgrau mit moosgrüner Zeichnung, oft mit hellerem Wurzel- und grünlichem Saumfeld. Die Hinterflügel graubraun. Frische Falter sind meist grünlich, im Alter sind sie oft bräunlich oder weißlich überstaubt. Die schlanken Raupen sind grünlich-braun, haben eine helle, dunkel punktierte Rückenlinie und einen dunklen Kopf.
Lebensraum Sie bewohnt vor allem feuchte Laub- und Mischwälder mit altem Baumbestand und findet sich auch in Parkanlagen, Obstgärten und Streuobstwiesen – überall dort, wo auf der Borke der Bäume reichlich Flechten wachsen.
Lebensweise Die Falter sind überwiegend nachtaktiv und sitzen tagsüber gut getarnt an flechtenbewachsenen Baumstämmen. Sie treten in einer Generation auf und fliegen von Juli bis August. Die Raupen fressen nachts Flechten von der Rinde älterer Laub- und Obstbäume und ziehen sich tagsüber in selbstgebaute Gespinste in Rindenritzen zurück. Sie überwintern im Raupenstadium und verpuppen sich im Frühsommer im Gespinst an der Baumrinde.
Nahrung Die Raupen ernähren sich ausschließlich von Flechten, die an der Rinde von Laub- und Obstbäumen wachsen. Sie fressen sowohl Krusten- als auch Blattflechten (Flechten sind Symbiosen aus Pilz und Alge). Erwachsene Falter nehmen dagegen keine nennenswerte Nahrung auf und sind selten an Blüten zu beobachten.
Sonstiges Der Artname algae (Latein für »Alge«) spielt auf die flechtenreichen Baumrinden an, auf denen die Raupen leben. Falter und Raupen sind durch ihre grün-graue Färbung perfekt an diesen Lebensraum angepasst (Mimikry) und daher sehr schwer zu entdecken. Die Dunkelgrüne Flechteneule ist in Mitteleuropa recht häufig und gilt als nicht gefährdet.
|
|