Liguster-Rindeneule
(Craniophora ligustri)
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Liguster-Rindeneule (Craniophora ligustri)
 Nachtfalter (Heterocera)
Ordnung Lepidoptera
(Schmetterlinge)
Familie Noctuidae
(Eulenfalter)
Größe Flügelspannweite
36 bis 41 mm
Verbreitung weite Teile Europas,
Regionen West- und Zentralasiens
sowie Ostasiens
Weblink(s)
Wikipedia   Wikipedia
Lepiforum   Lepiforum

Aussehen
Die Vorderflügel sind meist olivbraun, graubraun oder dunkel gefärbt und können einen grünlichen Schimmer besitzen. Auffällig sind die hell umrandeten Flügelzeichnungen sowie ein heller Fleck im vorderen Bereich der Vorderflügel. Die Zeichnung kann je nach Tier unterschiedlich stark ausgeprägt sein, sodass manche Falter deutlich kontrastreicher erscheinen als andere. Die Hinterflügel sind wesentlich heller und eher graubraun gefärbt. Die Raupe besitzt eine auffällige Färbung mit hellen und dunkleren Bereichen sowie markanten Längszeichnungen und wirkt dadurch gut gemustert. Junge Raupen halten sich überwiegend an den Blättern ihrer Nahrungspflanzen auf, während ältere Raupen häufig ruhiger an Zweigen oder in geschützten Bereichen sitzen und sich bei Störungen zurückziehen.

Lebensraum
Die Liguster-Rindeneule besiedelt vor allem Lebensräume, in denen Laubgehölze und Sträucher wachsen. Sie kommt an Waldrändern, in Laub- und Mischwäldern, Auenbereichen, Parks und größeren Gärten vor. Auch mit Gehölzen bestandene Uferbereiche und strukturreiche Landschaften können geeignete Lebensräume darstellen. Im Gebirge kann die Art ebenfalls vorkommen und erreicht dort regional Höhenlagen von etwa 800 Metern.

Lebensweise
Die Liguster-Rindeneule bildet in vielen Regionen zwei Generationen im Jahr. Die ersten Falter können bereits im späten Frühjahr erscheinen, während eine zweite Flugperiode im Sommer beginnt und bis in den Frühherbst reichen kann. Die Tiere sind nachtaktiv und werden unter anderem von künstlichen Lichtquellen angezogen. Auch mit geeigneten Methoden wie dem Anlocken mit süßen Lockstoffen lassen sich die Falter beobachten. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier an geeigneten Gehölzen ab. Die daraus schlüpfenden Raupen leben zunächst an den Blättern und ernähren sich dort. Mit zunehmendem Alter wechseln sie häufiger in geschützte Bereiche der Pflanze oder in die Nähe des Bodens. Zur Verpuppung sucht die ausgewachsene Raupe einen geschützten Platz auf, wo sie einen stabilen Kokon anlegt. Die Puppe kann anschließend überwintern, sodass die nächste Faltergeneration erst im folgenden Jahr erscheint. In nördlicheren Regionen kann die Entwicklung auf eine Generation pro Jahr beschränkt sein.

Nahrung
Die Raupen ernähren sich hauptsächlich von Blättern verschiedener Ölbaumgewächse. Besonders wichtig sind die Gewöhnliche Esche und der Gewöhnliche Liguster. Daneben können auch Flieder und weitere verwandte Gehölze als Nahrung dienen. Beobachtungen zeigen, dass die Raupen zumindest unter geeigneten Bedingungen auch andere Pflanzen aus dieser Verwandtschaftsgruppe annehmen können. Die erwachsenen Falter nehmen vor allem flüssige Nahrung auf und können an künstlichen Lockstoffen beobachtet werden.

Sonstiges
Besonders interessant ist die starke Veränderlichkeit der Färbung dieser Art. Je nach Individuum können die Vorderflügel eher olivgrün, olivbraun, grau oder deutlich dunkler wirken. Der wissenschaftliche Gattungsname Craniophora leitet sich aus griechischen Begriffen für »Schädel« und »tragen« ab und spielt auf eine mögliche Ähnlichkeit der Flügelzeichnung eines ruhenden Falters mit einem Schädel an. Der Artname ligustri verweist auf den Liguster, der zu den Nahrungspflanzen der Raupe gehört. Die Liguster-Rindeneule ist außerdem ein gutes Beispiel dafür, dass ein Nachtfalter trotz seiner Bezeichnung nicht ausschließlich an einer einzigen Pflanzenart gebunden sein muss.

Weitere Bilder

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Liguster-Rindeneule (Craniophora ligustri)

 

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Liguster-Rindeneule (Craniophora ligustri)

 

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