Hallimasch
(Armillaria sp)
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 essbar d1158
Hallimasch (Armillaria sp) - essbar - vermutlich Dunkle Hallimasch (<i>Armillaria ostoyae</i>)
Ordnung Agaricales
(Blätterpilze)
Familie Marasmiaceae
(Schwindlingsartige)
Größe Hut 10 bis 15 cm
Stiel 5 bis 15 cm
Verbreitung weltweit
Weblink(s)
Wikipedia   Wikipedia

Aussehen
Die Fruchtkörper besitzen eine farblich sehr variable Huthaut, deren Spektrum von honiggelb über olivbraun bis hin zu fleischfarben oder dunkelbraun reicht. Die Hutoberfläche ist meist mit feinen, dunklen Schüppchen besetzt, die vor allem im Zentrum konzentriert sind und im Alter teilweise schwinden. Die Lamellen auf der Hutunterseite stehen gedrängt, sind anfangs weißlich-cremefarben und färben sich später oft rötlich-braun oder fleckig. Der zähe, faserige Stiel trägt im oberen Drittel fast immer einen deutlichen, wattig-häutigen Ring, welcher den Rest des schützenden Teilgutschleiers darstellt.

Lebensraum
Die Pilzgruppe besiedelt ein extrem breites Spektrum an Waldökosystemen, lichten Forsten, Parkanlagen sowie Obstgärten. Sie wachsen fast immer in dichten, oft riesigen Büscheln direkt an lebendem oder totem Holz, an Baumstümpfen, Wurzeln oder vergrabenen Holzresten. Dabei werden sowohl diverse Laubholzarten als auch verschiedene Nadelhölzer gleichermaßen als Substrat genutzt.

Lebensweise
Die Organismen agieren als gefährliche Schwächeparasiten, die lebende Waldbäume befallen, sowie als Zersetzer von totem Holzmaterial. Mithilfe von unterirdischen, tiefschwarzen und elastischen Pilzsträngen breiten sie sich aktiv im Erdboden aus und dringen über die Wurzeln in gesunde Bäume ein, wo sie das Gewebe zerstören und eine aggressive Weißfäule hervorrufen. Die oberirdischen Fruchtkörper sprießen primär in den feuchten Herbstmonaten von September bis November, oft schlagartig nach den ersten herbstlichen Kälteeinbrüchen.

Verwendbarkeit
In der Küche gelten die Hüte junger Exemplare nach einer speziellen Zubereitung als ergiebige und schmackhafte Speisepilze. Im rohen Zustand sind alle Arten dieser Gattung jedoch stark magen-darm-giftig, weshalb die Pilze vor dem Verzehr unbedingt für mindestens fünfzehn bis zwanzig Minuten gründlich durchgekocht werden müssen. Das dabei verwendete Kochwasser nimmt die gelösten Giftstoffe auf und muss im Anschluss zwingend komplett weggeschüttet werden, zudem vertragen manche Menschen den Pilz trotz korrekter Zubereitung individuell nicht.

Sonstiges
Einige Vertreter dieser Pilzgruppe bilden im Waldboden gigantische, zusammenhängende Netzwerke aus, die flächenmäßig und nach Gesamtgewicht zu den größten und ältesten bekannten Lebewesen der Erde gezählt werden. Zudem besitzt das Myzel die faszinierende Eigenschaft der Biolumineszenz, wodurch befallenes, morsches Holz in feuchten Herbstnächten ein schwaches, unheimliches grünliches Leuchten im Dunkeln von sich gibt. Der ungewöhnliche deutsche Name leitet sich historisch vermutlich von der stark abführenden Wirkung unzureichend gekochter Pilze ab, die sprichwörtlich den »Heil im Arsch« brachte.

Weitere Bilder

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Hallimasch (Armillaria sp) - essbar

 
 

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Hallimasch (Armillaria sp) - essbar - vermutlich Dunkle Hallimasch

 

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Hallimasch (Armillaria sp) - essbar

 

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Foto(s):  Holger Gröschl (10)
Aktualisiert:  23.10.2026

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