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Aussehen Der Falter wirkt insgesamt bräunlich bis graubraun. Die Basis der Vorderflügel kann rötlich, gelblich oder warm bräunlich gefärbt sein. Auffällig sind eine helle, annähernd gerade Querlinie und ein dahinter liegender Bereich mit deutlich aufgerichteten, rötlich bis dunkel gefärbten Schuppen. Diese kleinen Schuppenwülste gehören zu den auffälligsten Merkmalen der Art. Die Zeichnung kann je nach Exemplar und Abnutzungsgrad unterschiedlich deutlich erscheinen. Besonders bei abgeflogenen Tieren besteht Verwechslungsgefahr mit ähnlichen Arten der Gattung Acrobasis, vor allem mit dem ähnlich gefärbten Acrobasis repandana.
Die Raupe ist überwiegend grün gefärbt und lebt sehr verborgen. Sie hält sich zwischen zusammengesponnenen Eichenblättern auf und kann dabei einen kleinen, röhrenartigen Unterschlupf aus Gespinst und Pflanzenmaterial herstellen. An solchen Gespinsten können sich Kotspuren ansammeln, wodurch besetzte Blätter unter Umständen erkannt werden können.
Lebensraum Die Art ist eng an Eichen gebunden und findet sich deshalb vor allem in Eichenwäldern, Eichen-Mischwäldern, an Waldrändern und in eichenreichen Gebüschen. Besonders günstig scheinen wärmere und eher trocken geprägte Bereiche zu sein. Auch einzelne Eichenbestände in einer abwechslungsreichen Kulturlandschaft können als Lebensraum dienen. Die Bindung an Eichen erklärt, weshalb die Art weniger in reinen Nadelholzbeständen oder offenen, baumarmen Landschaften zu erwarten ist.
Lebensweise Der Aufgeschwollene Eichentriebzünsler bildet in Mitteleuropa eine Generation im Jahr. Die erwachsenen Falter erscheinen vor allem im Hochsommer und können je nach Witterung bis in den September hinein beobachtet werden. Sie sind nachtaktiv und lassen sich durch künstliche Lichtquellen anlocken. Die Entwicklung der Raupen findet dagegen über einen wesentlich längeren Zeitraum statt. Sie leben an Eichen und verbringen einen Teil ihrer Entwicklung geschützt zwischen versponnenen Blättern. Dabei sitzen sie meist verborgen und sind deshalb deutlich schwieriger zu entdecken als die erwachsenen Falter. Die Verpuppung erfolgt in oder nahe dem geschützten Gespinst. Beobachtungen von Raupen an Eichen zeigen, dass die Entwicklungsstadien bereits im Frühjahr gefunden werden können, während die Falter anschließend im Sommer erscheinen.
Nahrung Die Raupen ernähren sich von Eichen (Quercus). Als Nahrungspflanze ist insbesondere die Stieleiche (Quercus robur) nachgewiesen. Die Raupen fressen am Blattgewebe und verbinden gleichzeitig Teile der Blätter durch Gespinst miteinander. Dadurch entsteht ein geschützter Aufenthaltsort, in dem sie fressen und sich bei Störungen zurückziehen können. Die Fraßstellen können deshalb zusammen mit den Gespinsten und den darin enthaltenen Kotspuren Hinweise auf die Anwesenheit der Art geben.
Sonstiges Interessant ist die enge Beziehung der Art zu Eichen, obwohl der Falter selbst keineswegs wie ein typischer »Eichenbewohner« aussieht. Ein weiterer bemerkenswerter Punkt ist die Ähnlichkeit mit anderen Arten der Gattung Acrobasis. Für eine sichere Bestimmung können deshalb gute Aufnahmen der Flügelzeichnung und insbesondere der charakteristischen Schuppenwülste wichtig sein. In Deutschland gilt die Art derzeit als ungefährdet. Ihre Bestände werden als mäßig häufig und langfristig stabil eingeschätzt.
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