Rauher Erdkäfer
(Trox scaber)

Größe

Körperlänge
5 bis 8 mm

Trox scaber
Verbreitung

nahezu weltweit

Aussehen
Der Körper ist kurz, kräftig gewölbt und überwiegend schwarz bis schwarzbraun gefärbt. Die Oberfläche wirkt durch ihre unregelmäßige Struktur und die zahlreichen kurzen, gelblich-braunen Borsten auffallend rau. Auf den Flügeldecken verlaufen charakteristische Längsreihen, die aus Punktierungen und kleinen Borstenfeldern bestehen. Die Fühler sind rötlich bis rostbraun und tragen an ihrem Ende eine deutlich erkennbare dreigliedrige Fühlerkeule.>br>
Lebensraum
Der Rauer Erdkäfer lebt bevorzugt an trockenen organischen Resten tierischer Herkunft. Besonders typisch sind Vogelnester, vor allem ältere Nester in Baumhöhlen, in denen sich Federn, Haare und andere trockene Überreste ansammeln. Die Art kann außerdem an Gewöllen, trockenen Tierkadavern und in Hohlräumen gefunden werden. Auch ungewöhnliche Fundorte wie Kompost oder mit Hornspänen angereicherte Erde werden besiedelt.>br>
Lebensweise
Die Entwicklung des Rauen Erdkäfers findet häufig in alten Vogelnestern statt. Sowohl die Larven als auch die erwachsenen Käfer sind an die Verwertung stark ausgetrockneter tierischer Substanz angepasst. Die Tiere können Keratin verwerten und sind deshalb in der Lage, sich auch von Federn, Haaren und anderen hornhaltigen Materialien zu ernähren. Erwachsene Käfer sind eher wenig flugfreudig und halten sich meist in ihrem jeweiligen Lebensraum auf. Bei Gefahr können sie durch das Reiben des Hinterleibs an den Flügeldecken zirpende Geräusche erzeugen.

Nahrung
Die Nahrung besteht hauptsächlich aus trockenen tierischen Überresten. Dazu gehören insbesondere Federn, Haare, Hautreste und andere stark ausgetrocknete Bestandteile von Tieren. Auch Reste kleiner Kadaver und das Material aus Eulen- und anderen Raubvogelnestern können als Nahrung dienen.

Sonstiges
Bemerkenswert ist seine Fähigkeit, Keratin zu verdauen, wodurch er selbst sehr trockene Materialien wie Haare und Federn nutzen kann. Damit übernimmt er eine wichtige Rolle beim weiteren Abbau tierischer Überreste. Gelegentlich kann die Art auch in menschlichen Behausungen auftreten, beispielsweise wenn sie mit Hornspänen in Blumenerde eingeschleppt wird. In Museen kann sie unter bestimmten Umständen an trockenen Tierpräparaten auftreten.


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