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Aussehen Die Nachtwölfe sind braune, kräftig gebaute Spinnen mit relativ kurzen und starken Beinen. Auf dem Vorderkörper fällt meist eine helle, gattungstypische Zeichnung auf, oft mit einem hellen Mittelstreifen und seitlichen Aufhellungen. Der Hinterkörper ist ebenfalls meist braun und zeigt häufig eine dunklere Mittelzeichnung.
Lebensraum Sie besiedeln sowohl trockene, sonnige Flächen als auch feuchtere Wiesen und andere bodennahe Vegetation. Man findet sie unter Steinen, zwischen Pflanzenresten, in der Laub- und Krautschicht oder in lockeren Bodenbereichen. Je nach Art kommen sie auch an Waldrändern, in Lichtungen, auf Wiesen und in naturnahen Offenflächen vor.
Lebensweise Trochosa-Arten sind überwiegend nachtaktiv. Tagsüber verstecken sie sich in Verstecken am Boden, bei Dunkelheit gehen sie auf Nahrungssuche und laufen frei umher. Sie bauen keine Fangnetze, sondern lauern oder jagen aktiv am Boden. Die Weibchen legen ihre Eier in einen Kokon und tragen die Jungtiere nach dem Schlupf eine Zeit lang mit sich.
Nahrung Nachtwölfe fangen vor allem kleine Gliederfüßer. Dazu gehören Insekten und andere kleine Bodentiere, die sie mit schnellen Sprüngen oder durch rasches Zupacken überwältigen. Auch andere Spinnen können gelegentlich zur Beute werden.
Sonstiges Die Arten der Gattung Trochosa sehen sich sehr ähnlich und sind äußerlich oft kaum sicher zu trennen. Für eine genaue Bestimmung braucht man meist die Männchen oder eine mikroskopische Untersuchung der Geschlechtsmerkmale. Der deutsche Gruppenname »Nachtwölfe« ist gut passend, weil diese Spinnen vor allem nachts als flinke Jäger unterwegs sind.
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