Gemeiner Totengräber
(Nicrophorus vespillo)

Größe

Körperlänge
12 bis 22 mm

Nicrophorus vespillo
Verbreitung

weite Teile Europas,
gemäßigte Regionen Asiens

Aussehen
Der Gemeine Totengräber ist ein kräftig gebauter, schwarz glänzender Käfer. Die Flügeldecken tragen zwei auffällige orange- bis rotgelbe Querbinden mit unregelmäßig gezacktem Rand. Die Fühler enden in einer deutlich verdickten, orangefarbenen Keule. Halsschild und Körper sind fein behaart, wodurch der Käfer leicht samtig wirkt.

Lebensraum
Der Gemeine Totengräber lebt in lichten Wäldern, an Waldrändern, auf Wiesen, in Heckenlandschaften sowie in naturnahen Parks und Gärten. Besonders häufig ist er in Gebieten mit lockerem Boden anzutreffen, in dem kleine Tierkadaver eingegraben werden können.

Lebensweise
Die Käfer sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und besitzen einen ausgezeichneten Geruchssinn, mit dem sie kleine Tierkadaver aufspüren. Ein Paar gräbt den Kadaver gemeinsam ein, bereitet ihn als Brutfutter vor und legt anschließend die Eier in dessen Nähe ab. Beide Elterntiere bewachen den Nachwuchs und versorgen die Larven mit vorverdauter Nahrung, was unter Käfern ein außergewöhnlich ausgeprägtes Brutpflegeverhalten darstellt.

Nahrung
Die erwachsenen Käfer und ihre Larven ernähren sich überwiegend von kleinen Tierkadavern. Gelegentlich werden auch Insektenlarven oder andere tierische Nahrungsquellen genutzt, wenn sich die Gelegenheit bietet.

Sonstiges
Der Gemeine Totengräber erfüllt eine wichtige Aufgabe im Naturhaushalt, da er zur schnellen Zersetzung verendeter Tiere beiträgt. Häufig tragen die Käfer kleine Raubmilben auf ihrem Körper, die ihnen nicht schaden. Die Milben nutzen den Käfer als Transportmittel zu neuen Kadavern und fressen dort Fliegeneier und junge Maden, wodurch sie die Konkurrenz für die Käferlarven verringern.


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