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Aussehen Die Glockenblumen-Scherenbiene hat einen schlanken, langgestreckten Körper und ist insgesamt dunkel gefärbt. Die Weibchen besitzen eine schwarz glänzende Cuticula mit spärlicher Behaarung und helle Binden am Hinterleib, während Männchen etwas stärker behaart und mit beigebraunen Tönungen erscheinen. Die Mandibeln sind scherenartig geformt, was der Art ihren Namen gibt.
Lebensraum Diese Scherenbiene findet man an Waldrändern, Waldlichtungen, Streuobstwiesen sowie in Gärten, Parks und im Siedlungsbereich, vorausgesetzt, ihre bevorzugten Nahrungspflanzen (Glockenblumen) wachsen in der Umgebung.
Lebensweise Sie ist eine solitär lebende Wildbiene mit einer Generation pro Jahr. Die Flugzeit erstreckt sich in Deutschland überwiegend von Juni bis Ende August. Weibchen legen ihre Nester oberirdisch in vorhandenen Hohlräumen an, etwa in Käferfraßgängen in Totholz, in hohlen Pflanzenstängeln oder in künstlichen Nisthilfen. Die Brutzellen werden in einer Linie angelegt und mit einer mineralischen Mischung aus Sand oder Lehm, Speichel und Nektar abgegrenzt.
Nahrung Die Glockenblumen-Scherenbiene ist oligolektisch, das heißt sie sammelt Pollen und Nektar überwiegend auf Glockenblumen (Gattung Campanula) und nahe verwandten Arten. Männchen nutzen die Blüten auch zum Nektartrinken und zum Übernachten.
Sonstiges Die Art gilt in Deutschland meist als nicht gefährdet und ist häufig, solange geeignete Blüten? und Nistmöglichkeiten vorhanden sind. Insektenhotels mit kleinen Röhren (ca. 3 bis 3,5?mm Durchmesser) werden von ihr angenommen. Parasiten wie Düsterbienen oder Sapyga-Arten können Nester befallen.
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